Unter Madame Mollys Gewicht

Der Raum wurde still, als Madame Molly M. sich setzte.

Nicht einfach hinsetzte sie nahm Platz.

Der schwere Sessel knarrte leise unter ihr, als wäre auch er sich ihrer Präsenz bewusst.

Er kniete bereits vor ihr.

Nicht weil sie es gesagt hatte.
Sondern weil es sich richtig anfühlte.

Madame Molly M. sah auf ihn hinab.

Ruhig.
Unbeeindruckt.
Sicher.

„Du willst Nähe verstehen“, sagte sie.

Keine Frage.

Ihre Stimme war weich, doch endgültig.

Er nickte.

Sie beobachtete ihn lange, als prüfe sie, ob er wirklich wusste, worauf er sich einließ.

Dann lehnte sie sich leicht vor.

Die Distanz verschwand.

Nicht hastig.
Nicht spielerisch.

Kontrolliert.

Der Moment verlangsamte sich.

Sein Atem wurde ruhiger, während ihre Präsenz den Raum vollständig einnahm.
Alles andere verlor Bedeutung.

Madame Molly M. bewegte sich mit ruhiger Selbstverständlichkeit näher.

Keine Eile.
Keine Unsicherheit.

Nur Entscheidung.

Ihre Hand ruhte kurz auf seiner Schulter schwer, warm, bestimmend.

„Dominanz“, sagte sie leise, „bedeutet Verantwortung.“

Die Nähe wurde intensiver.
Nicht laut. Nicht wild.

Nur eindeutig.

Er spürte, dass Widerstand hier keinen Platz hatte.
Nicht weil er gezwungen wurde sondern weil Vertrauen stärker war.

Madame Molly M. schloss kurz die Augen.

Ein ruhiger Atemzug.

Dann ein leises, zufriedenes Nicken.

Der Raum gehörte ihr vollständig.

Und zum ersten Mal verstand er:

Manche Formen von Nähe sind keine Bitte.

Sie sind ein Geschenk der Herrin.

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