Der Kies knirschte leise unter seinen Schuhen, als er den Hof betrat.
Es war still.
Kein Wind. Keine Stimmen. Nur das Gefühl, beobachtet zu werden.
Die Tür des Hauses stand halb offen.
Er wusste nicht genau, warum er gekommen war.
Nur, dass er bleiben wollte.
Drinnen roch es nach Holz, Kaffee und etwas, das sich schwer beschreiben ließ Ruhe vielleicht.
Madame Molly M. saß bereits im Sessel am Fenster.
Sie stand nicht auf.
Sie sagte nichts.
Ihr Blick hob sich langsam, ruhig, prüfend.
Nicht streng. Nicht freundlich.
Einfach sicher.
Er blieb stehen.
„Du bist früh“, sagte sie schließlich.
Keine Frage. Eine Feststellung.
Er nickte, unsicher, ob er näherkommen durfte.
Madame Molly M. deutete mit einer kleinen Bewegung auf den Stuhl gegenüber.
Mehr Einladung brauchte es nicht.
Er setzte sich.
Die Sekunden wurden länger.
Und plötzlich merkte er, dass die Stille kein Zufall war.
Sie wartete.
Nicht auf Worte.
Auf Haltung.
Seine Hände lagen unruhig auf den Knien.
„Die meisten sprechen zu schnell“, sagte sie ruhig.
„Sie wollen erklären, warum sie hier sind.“
Ihr Blick ruhte auf ihm.
„Aber die erste Regel ist einfacher.“
Sie lehnte sich leicht zurück.
„Beobachte zuerst.“
Der Raum wurde stiller als zuvor.
Draußen bewegte sich ein Blatt im Wind.
Drinnen änderte sich etwas in ihm.
Er sagte nichts mehr.
Und Madame Molly M. nickte kaum sichtbar.
Die erste Regel hatte er verstanden.